März 2007


Explorationskarte Erongo Industries

Eine Finanznachricht:

„Erongo Energy Limited ist ein Rohstoff-Unternehmen mit Sitz im australischen Balcatta. Das Unternehmen entwickelt Uran- und Mineralsand-Vorkommen in Namibia und ist beteiligt an aktiv fördernden Ölquellen im Süden der USA. Der Schwerpunkt des Unternehmens ist die Uran-Exploration in Namibia – einem der weltgrößten Uran-Förderländer. Hier besitzt das Unternehmen das Erongo-Granite-Projekt und das Spitskoppe-Projekt. Die Liegenschaften des Hauptprojekts Erongo Granite sind um den Erongo-Komplex angeordnet, aus dem sich im Übrigen der Unternehmensname ableitet. Die Liegenschaften des Projekts sind ca. 450 Quadratkilometer groß und befinden sich ca. 250 km nordwestlich der Hauptstadt Windhoek.“

Am 14.3.2007 hat die australische „Erongo Industries“ eine Börsennachricht über eine erfolgreiche Uranexploration in mehreren Gebieten am Nord- und am Südrand des Erongogebirges veröffentlicht. Eins der Explorationsgebiete liegt nördlich von Ombuwa Richtung Okombahe der veröffentlichten Karte nach an der D 2315. Es ist derzeit absolut nicht abzusehen, ob diese neue Entwicklung für die Erongofarmen irgendeine Konsequenz hat.

Siehe auch:

http://goldinvest.de/public/story_detail.asp?l=1&c=15,30010&i=&y=8955&s=&offset=Autor: Sven Olsson

huab elefant

Auf der Fahrt von Kasane in Botswana nach Ngoma Bridge an der Namibia Grenze musste ich einem Riesenhaufen Elefantendung ausweichen. Da kam mir eine Idee. Rasch aussteigen und drei frische Dungkugeln in weisse Plastiktüten füllen, war eins. Am Border Post hatte Papa Sams Zöllner nichts anderes zu tun, als zu allererst, und weil ich „no, no“ schrie, gerade erst recht, in eine dieser Plastiktüten zu fassen. Ich dachte, er sperrt mich ein. Nach langen Erklärungen, was ich damit vorhatte, wandte er sich indigniert ab: „You can pick up olifant dung in the caprivi as well“. Als wir spät abends die Pad nach Ombuwa hochfuhren, stieg ich aus und plazierte meinen Elefantenhaufen hinter dem Auto auf der Pad, verwischte meine Spuren, packte noch Wasser aus der Flasche davor und stiefelte mit völlig abgelatschten Sandalensohlen noch eine richtig dicke Elefantenspur über die Pad und meine Reifenabdrücke. Es war richtig Arbeit.

Am nächsten Morgen fuhr ich mit Hubert im Defender zu Tal. Zwanzig Meter vor dem Haufen bremste er abrupt. Kopfschüttelnd stieg er aus und stellte sich vor die Spur: „Jetzt ham mer net nur Giraffen im Erongo, jetzat ham mer a schon Elefanten“. Sprachs, kratzte sich am Kopf, stieg ein und fuhr mit der Neuigkeit nach Omaruru. Vor Omaruru musste ich beichten, um eine Blamage zu vermeiden. „Du Sauhund“ war sein ganzer Kommentar. Der Elefant im Erongo kostete mich einige Biere.

Echte Elefanten wird es auf absehbare Zeit im Erongo nicht geben, es sei denn, sie setzen sich vom Aba Huab aus in Marsch Richtung Süden. Umsiedeln macht keinen Sinn, Elefanten machen nur alles kaputt, was ihnen in den Weg kommt. Im Khaudum und im Buschmannland liegt kilometerweise schwarze, von der EG gesponserte, “waterpipe“ im Busch herum, die die Elefanten auf der Suche nach Wasser ausgebuddelt und herausgerissen haben. In Nogatsa Pan haben sie wiederholt Eisenbahnschienen umgebogen und 20mm Stahlseil abgerissen, um an die Wasserpumpen zu gelangen.

Automatisierung Waserpumpe

Irgend ein gnädiger Mensch mit Ahnung von Computern muss mir helfen! Ich kann eine Wasserpumpe tief im Busch so automatisieren, daß der Dieselmotor jeden Morgen um 9 Uhr ein- und mittags um 15Uhr wieder ausschaltet. Ich kann sogar eine Solaranlage bauen, um die Batterie elektrisch abzupuffern. Aber ich kann das einfach nicht, einem Computer zu sagen, daß er jetzt diesen Blog im WWW veröffentlichen soll. Insbesondere, wie man es macht, daß das alles in Google gelistet wird.

 siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Erongo

Meine e-mail adresse ist: h(dot)fien(ad)web(dot)de

Wasserfall an der Grenze zu Ekuta

In Google earth fanden wir sogar in dieser Einöde Afrikas das Farmhaus und alle Farmen der Nachbarschaft deutlich abgebildet vor. Die Abbildung des Wasserfalls erscheint in phantastischer Auflösung. Wir haben gestern die Farm auf Wikimapia bezeichnet:

http://wikimapia.org/#y=-21626793&x=15633545&z=10&l=0&m=a&v=2&show=/2317606/

Ganz Namibia hat in den Google earth Karten eine hervorragende Auflösung. Eine Ausnahme macht ausgerechnet ein Gebiet am westlichen Kunene um Epupa Falls herum, wo wir im Mai hinwollen. Wir haben aber kein Problem damit. Wir sind schon 1997 nur mit einer Farmkarte und einem alten Magellan bewaffnet über Orupembe hingefahren. Wenn man ein bisschen navigieren kann, ist das überhaupt kein Problem. Die alten Namibia Farmkarten sind hervorragend. Früher bekam man sie beim Landsurveyor in der Kaiserstrasse in Windhuk für einen Appel und ein Ei. Heute kann man sie noch beim Namibiana Buchshop in Kopien erwerben.

Der junge Nashorn Bulle versuchte mich umzurennen, als ich mich mit „Hoffy“ Hoffmann im Barab Revier an ihn anpirschte. Irgendwie bin ich ihm über den Wind gekommen. „Weisse“ (=Hvide) Nashörner sieht man in jeder Afrika Seifen Oper. Sie sind ganz harmlose Greaser. Die schwarzen Nashörner im Damaraland aber sind „two tons of really bad humor“. Sie rennen blindlings auf alles los, was ihnen über den Wind oder ins Gehör kommt. Aber glücklicherweise sind sie blind wie die Nattern. Eine Rhinoattacke ist „whow“, pfundweise Adrenalin, aber in Wirklichkeit ist sie harmloser als jede Attacke einer kranken 80-Kilo-Wildsau. Fünf schnelle Sprünge im letzten Augenblick zur Seite und dieser Panzerspähwagen rumpelt ungebremst und ungesteuert an dir vorbei. Was mit einem Rhino problemlos geht, sollte man mit einem Elephanten nie versuchen, das geht tödlich schief. Hoffentlich kommen die Mannen um Kai-Uwe Denker und Hubert Herzog mit ihrem fund raising zu Potte. Ich liebe die „Dickerchen“ und ich würde verrückt werden vor Freude, wenn mir eines Tages ein Nashorn in den Erongobergen begegnen würde.

junger Nashornbulle im Barab Revier

Damara Dik-Dik

Auf Ombuwa Farm gibt es Kudus, Oryx und insbesondere Hartmann Bergzebras in Massen. Leopard und Braune Hyäne holen sich ihren Zehnten. Am allerliebsten, so finde ich, schauen die kleinen Damara Dik-Dik aus. Sie sind kaum grösser als ein Kaphase, leben in Einehe und stehen jeden Tag auf den gleichen 10 Quadratmetern herum und begrüssen dich.

Uli und ich im NordenErst Anfang Mai kann ich mich von der Arbeit loseisen und mit Edmund Dräger zusammen, der ein wenig Angst hat, ohne Englischkenntnisse zu reisen, nach Namibia fliegen. Uli, meine Frau, wird wie immer mitgehen. Ich werde einige Installationen auf Ombuwa reparieren, Uli wird wie immer durch den Busch stromern und photographieren. Edmund wird zum ersten Mal die Uckermark verlassen und bei Hubert in Afrika jagen. Uli und ich wollen dann noch 1 Woche „geschwind“ an den Kunene fahren und dort Photos machen. Florian kann leider heuer nicht mit, er muss studieren. Ich freue mich schon auf die Reise. Vielleicht gibt es ein paar Leute im Web, die diese Zeilen zum Klingen bringen.