Der junge Nashorn Bulle versuchte mich umzurennen, als ich mich mit „Hoffy“ Hoffmann im Barab Revier an ihn anpirschte. Irgendwie bin ich ihm über den Wind gekommen. „Weisse“ (=Hvide) Nashörner sieht man in jeder Afrika Seifen Oper. Sie sind ganz harmlose Greaser. Die schwarzen Nashörner im Damaraland aber sind „two tons of really bad humor“. Sie rennen blindlings auf alles los, was ihnen über den Wind oder ins Gehör kommt. Aber glücklicherweise sind sie blind wie die Nattern. Eine Rhinoattacke ist „whow“, pfundweise Adrenalin, aber in Wirklichkeit ist sie harmloser als jede Attacke einer kranken 80-Kilo-Wildsau. Fünf schnelle Sprünge im letzten Augenblick zur Seite und dieser Panzerspähwagen rumpelt ungebremst und ungesteuert an dir vorbei. Was mit einem Rhino problemlos geht, sollte man mit einem Elephanten nie versuchen, das geht tödlich schief. Hoffentlich kommen die Mannen um Kai-Uwe Denker und Hubert Herzog mit ihrem fund raising zu Potte. Ich liebe die „Dickerchen“ und ich würde verrückt werden vor Freude, wenn mir eines Tages ein Nashorn in den Erongobergen begegnen würde.

junger Nashornbulle im Barab Revier