huab elefant

Auf der Fahrt von Kasane in Botswana nach Ngoma Bridge an der Namibia Grenze musste ich einem Riesenhaufen Elefantendung ausweichen. Da kam mir eine Idee. Rasch aussteigen und drei frische Dungkugeln in weisse Plastiktüten füllen, war eins. Am Border Post hatte Papa Sams Zöllner nichts anderes zu tun, als zu allererst, und weil ich „no, no“ schrie, gerade erst recht, in eine dieser Plastiktüten zu fassen. Ich dachte, er sperrt mich ein. Nach langen Erklärungen, was ich damit vorhatte, wandte er sich indigniert ab: „You can pick up olifant dung in the caprivi as well“. Als wir spät abends die Pad nach Ombuwa hochfuhren, stieg ich aus und plazierte meinen Elefantenhaufen hinter dem Auto auf der Pad, verwischte meine Spuren, packte noch Wasser aus der Flasche davor und stiefelte mit völlig abgelatschten Sandalensohlen noch eine richtig dicke Elefantenspur über die Pad und meine Reifenabdrücke. Es war richtig Arbeit.

Am nächsten Morgen fuhr ich mit Hubert im Defender zu Tal. Zwanzig Meter vor dem Haufen bremste er abrupt. Kopfschüttelnd stieg er aus und stellte sich vor die Spur: „Jetzt ham mer net nur Giraffen im Erongo, jetzat ham mer a schon Elefanten“. Sprachs, kratzte sich am Kopf, stieg ein und fuhr mit der Neuigkeit nach Omaruru. Vor Omaruru musste ich beichten, um eine Blamage zu vermeiden. „Du Sauhund“ war sein ganzer Kommentar. Der Elefant im Erongo kostete mich einige Biere.

Echte Elefanten wird es auf absehbare Zeit im Erongo nicht geben, es sei denn, sie setzen sich vom Aba Huab aus in Marsch Richtung Süden. Umsiedeln macht keinen Sinn, Elefanten machen nur alles kaputt, was ihnen in den Weg kommt. Im Khaudum und im Buschmannland liegt kilometerweise schwarze, von der EG gesponserte, “waterpipe“ im Busch herum, die die Elefanten auf der Suche nach Wasser ausgebuddelt und herausgerissen haben. In Nogatsa Pan haben sie wiederholt Eisenbahnschienen umgebogen und 20mm Stahlseil abgerissen, um an die Wasserpumpen zu gelangen.